Dienstag, 7. Juli 2009

Töchter

Ich habe eine Tochter. ich liebe sie sehr und verbringe gerne meine Zeit mit ihr. Manchmal aber wünsche ich mir das Leben das ich vor ihrer Geburt hatte zurück. Bin ich deshalb eine schlechte Mutter? Ich denke nein. Manches war einfacher vor ihrer Geburt. Ich war ausgeglichener und nicht so leicht aus der Ruhe zu bringen. Heute gleiche ich manchmal einem Nervenbündel, das ich nicht ausstehen kann. Sie bringt mit Leichtigkeit meine schlechtesten Seiten zum Vorschein.
Sie ist aber auch ein Spiegel meiner selbst. Ich sehe ihre Zweifel und erinnere mich an meine. Ich spüre ihre Sorgen und erinnere mich daran wie das war. Ich stehe hilflos da und weiß ich kann nichts weiter tun als ihr Rückhalt zu geben. Einen sicheren Grund auf den sie sich zurückziehen kann. Vielleicht erleidet sie dann nicht die gleichen Blessuren wie ich.
Ich sehe aber auch ihre eigene Art mit den Dingen umzugehen. Mit Erstaunen nehme ich wahr wie selbstbewußt sie manche Situation meistert und es wird mir leichter ums Herz. Das macht mir klar wie unterschiedlich sie trotz allem zu mir ist. Wir sind uns ähnlich, ja, aber sie ist auch ein Individuum, das sich selbst gehört und eigene Stärken und Schwächen hat.
Ich wünsche mir, dass ich das nie vergesse.

Dienstag, 30. Juni 2009

Zeugnistage

Es ist Zeugniszeit. Bei uns war es gestern so weit. Das Kind hat eigentlich keinen Grund sich zu beschweren. Sie ist in der dritten Grundschulklasse und ihre schlechteste Note ist ein ''Befriedigend' in Kunst!! Dennoch macht sie sich jetzt schon Sorgen, dass sie mit einer 3 in Kunst und einer schwachen 2 in Sport nicht am Ende des nächsten(!!!) Schuljahres auf das Gymnasium wechseln könne.
Da sitze ich nun und schüttele innerlich mit dem Kopf. Ich habe mir - in einer Zeit vor der Schule und den Zensuren - überlegt wie ich auf Zeugnisse reagieren soll und mir Strategien überlegt wie ich am Besten auf eine schlechte Note reagieren will. Was ich aber nicht überlegt habe wie ich auf ein Kind reagieren soll, dass über einem 'Befriedigend' in Tränen ausbricht.
Man könnte jetzt meinen wir sind vielleicht Eltern, die ihr Kind zu Höchstleistungen trimmen und auf alles schlechter als ein 'Sehr gut' mit "Was weiß ich was" reagieren. Das ist mitnichten der Fall. Das Kind macht sich diesen Stress selber.

Meine Überzeugung in einer Schule komplett ohne Noten könnte dieser Stress aufgefangen werden hat sich geändert.
Ich denke inzwischen, dass unser Bestreben den Kindern Enttäuschungen und auch Versagen zu ersparen haben dazu geführt, den gesunden - ich betone gesunden - Vergleich miteinander untergraben zu haben. Mein Kind zumindest benötigt einen externen Maßstab um ihr eigenes Verhalten - ihre eigenen Leistungen - einordnen zu können. Noten geben ihr so eine Messlatte. Das einzige was sie lernen muss ist Messlatten solcher Art nicht als Maßstab für den Wert eines Menschen zu betrachten. Je eher sie lernt, dass es viele solcher Messlatten gibt umso eher wird sie auch lernen ihnen keine Bedeutung über ihre konkrete Aussage hinaus beizumessen.

Je früher die Kinder lernen mit solchen Kategorisierungen umzugehen desto stärker sind sie vör falschen Wertungen geschützt.

Ich jedenfalls lerne daraus: Mache dir nciht zu früh Gedanken über eine fiktive Situation. Die schlechten Noten kommen früh genug.

Bis bald

Susanne

Freitag, 5. Juni 2009

Blockade

Da habe ich 2 Tage um richtig arbeiten zu können. Ich habe mich sogar richtig darauf gefreut. Was passiert? Ich mache alles mögliche aber nicht das was ich sollte und wollte. Das nenne ich eine Blockade. Jetzt ist die Zeit wieder knapp und ich muss mich beeilen um alles fertig zu bekommen. Manchmal denke ich, ich brauche Stress um wirklich produktiv zu sein. Das ist auf die Dauer aber nicht gesund. Vielleicht bin ich auch nur einfach urlaubsreif.

Mittwoch, 3. Juni 2009

Küchentisch?

Der Küchentisch ist der Ort an dem man sich trifft um zu klönen, einen Tee zu trinken, zu essen...
Hier spielt sich das Leben ab. Ein Blog ist für mich so etwas wie ein virtueller Küchentisch. Auch hier kann man sich treffen und kleine und große Ereignisse des Lebens durchtöttern.

In diesem Sinne
Auf bald
Suse